Historisches

Die Geschichte des Posaunenchors Magstadt

Posaunenchor

Der Posaunenchor in seinen Anfängen
Es war im Jahre 1902, als Wilhelm Held (1880 – 1925) den Posaunenchor in Magstadt gründete. Schon vor der Jahrhundertwende entstand bei einigen Mitgliedern des damaligen Jünglingsvereins der Wunsch, einen eigenen Posaunenchor ins Leben zu rufen.

Dank der Unterstützung des damaligen Bierbrauereibesitzers Widmaier, mit den eigenen Ersparnissen und durch Spenden und Eintrittsgeldern bei verschiedenen Aufführungen, war es dann möglich, ein Piston, ein Flügelhorn, ein Tenorhorn und eine Tuba zu kaufen.
Karl Hering (1880 – 1964), der erste Posaunenbläser in Magstadt, hatte sich in der Fremde einem Posaunenchor angeschlossen und brachte von seinen Wanderjahren ein selbstgekauftes Waldhorn mit nach Hause.
So ging es nun im „Alten Schulhaus" ans Blasen und Üben. Unter der Leitung von Wilhelm Held und in den folgenden Jahren unter der Leitung der Lehrer Heinz, Höschele und Harr entwickelte sich der Posaunenchor erfreulich weiter. Dem Chor gehörten 1924 bereits 15 Bläser an und man ließ sich auf allen möglichen Festen, bei freudigen und traurigen Anlässen hören.
Mit Eugen Höschele (1897 – 1932) und Friedrich Renner (1913 -1985) hatte der Chor zwei weitere engagierte Chorleiter.

Auch in den Schicksalsjahren des „Dritten Reiches" ist die Freude am Blasen nicht ganz erloschen. Trotz vieler Schwierigkeiten und obwohl der CVJM Magstadt 1934 aufgelöst werden musste, konnte sich unter der Leitung von Wilhelm Groß (1900 – 1972) ein kleiner Chor am Leben halten.
1945 übernahm der Oberlehrer Erwin Schwarz (1918- 1961) die Leitung des Posaunenchors. Die nun folgenden Jahre waren geprägt durch eine innere Festigung des Chores und einem permanenten Aufbau.
Im Jahre 1954 wurde Hermann Groß (1932 – 2001) Nachfolger von Erwin Schwarz. Es kam zu einem regen Zuwachs an jungen Bläsern, die weitgehend unter der Leitung von Rudolf Stanger das Blasen erlernten. Der Chor hatte sich jetzt einem Bläserdienst im Gemeinde-, Kirchen und CVJM-Vereinsleben verschreiben.

Posaunenchor

100-Jähriges Posaunenchor-Jubiläum 2002
1961 übergab Hermann Groß, der nach Sindelfingen zog, Walter Steegmüller, die Chorleitung. Ihm war die Jungbläserausbildung in den folgenden Jahrzehnten ein großes Anliegen. So konnten eine ganze Reihe junger Menschen für den Posaunenchor gewonnen werden. Auch die unvergesslichen Chorausflüge und Reisen (u. a. nach Weipertshofen, Paris, Trevise/Venedig/Padua) sollen nicht unerwähnt bleiben. Ein Höhepunkt in dieser Zeit war das 100-jährige Posaunenchor-Jubiläum im Jahr 2002.

Nach über 40 Jahren übergab Walter Steegmüller Ende 2013 den Dirigentenstab an Rainer Bebion, der bis heute die Geschicke des Posaunenchors leitet. Die erfolgreiche Jungbläserarbeit übernahm in den letzten Jahren Kathy Williams, die leider 2014 mit ihrem Mann in ihre Heimat, in die USA, zurückgekehrt ist.

Der aktive Chor zählt derzeit 22 Bläserinnen und Bläser, die sich Woche für Woche zu ihren Proben im evangelischen Gemeindehaus treffen, um sich für ihre Aufgaben vorzubereiten.